Eine Schule in Schweden besteht nicht nur aus Vormittagen, sondern auch aus der Nachmittagsbetreuung. Ich weiss, dass sich da in Deutschland auch viel getan hat. Hier kommt das schwedische Modell: Fritidshem - Freizeitheim frei übersetzt:)
Jedes Kind hat bis zum Alter von 13 Jahren (Max. bis zum 2. Halbjahr) Anrecht auf eine Betreuung, wenn die Eltern berufstätig sind oder studieren. Ein Schulleiter kann in Ausnahmefällen einen Platz genehmigen, wenn die soziale Situation oder die Schulsituation dieses erfordern. Der Platz ist dann aber trotzdem kostenpflichtig. In unserer Kommune kostet ein Platz maximal 85 Euro, ist aber vom Entkommen anhängig. Ab einem bestimmten Einkommen ist der Höchstbetrag 85 Euro. Auch in den Ferien wird die Betreuung angeboten.
Ein Schultag endet in der 1.-3. Klasse ca. 13.00-13.30 Uhr und ab der 4. klasse ca 14.15-14.45 Uhr. Danach beginnt die Betreuung.
Momentan habe ich vier verschiedene Betreuungseinheiten: eine für die Vorschulklasse, eine für die Erstklässler, eine für die zweite, vierte und fünfte Klasse zusammen und noch eine Einheit für die Schüler der dritten Klasse. Wir bieten auch Frühbetreuung an, ab 06.30 Uhr kann man seine Kinder bringen, wenn es der Arbeitsplatz so erfordert.
Wir "öffnen" und "schliessen" immer in der gleichen Einheit und ab ca 16.30 Uhr sammeln wir alle Kinder, die noch da sind in einem Haus.
Da der Aufenthalt der Kinder an die Arbeitszeiten der Eltern angepasst ist, werden die Kinder laufend abgeholt. Hier kann ich z. B. einen Vorteil in Deutschland sehen. So wie ich es in Deutschland gesehen habe, werden alle Kinder ca. 16.00 Uhr abgeholt. Dadurch kann man zum einen besser Planen und zum anderen können auch die Kinder ihre Aktivitäten in Ruhe durchführen.
Ein Nachteil in Deutschland ist natürlich, dass die meisten Berufstätigen ja nicht um 16.00 Uhr Feierabend machen, in Schweden auch nicht. Und deshalb bieten wir eine Betreuung bis maximal 18.30 Uhr an. Es sind nicht wirklich viele Kinder so lange da, aber im Bedarfsfall ist es eben möglich.
Die Betreuung am Nachmittag ist zum Teil im Schulgesetz geregelt, aber es gibt auch allgemeine Anweisungen von der Schulbehörde, wie die Betreuung auszusehen hat. Der Nachmittag soll die Verlängerung des Vormittags sein und das Lernen soll sich natürlich fortsetzen. Wir planen verschieden Aktiviteten, machen kleinere Ausflüge, basteln oder backen oder spielen auf dem Schulgelände.
Eine Herausforderung ist die pädagogische Planung von Aktiviteten. Viel Zeit wird mit "Spielen" verbracht und nicht immer gibt es ausgesprochene Lernziele oder durchdachte Absichten. Hier können wir noch viel besser werden;)
So, das dürfte erst mal als Info reichen!
Das ist mein Blog über Schule, Schulentwicklung und Pädagogik aus schwedischer Sicht.
Sonntag, 24. August 2014
Einblick ins schwedische Schulsystem Teil 1: Vorschulklasse
Am Dienstag ist es soweit: Sommer special "EDchatDE mit mit @dieschulleitung aus Schweden und @bab_ia aus Norwegen.
Zur Vorbereitung, wenn auch etwas spät, kommt hier ein kleiner Inblick ins schwedische Schulsystem. Ich glaube, ich habe schon mal ein paar Sachen darüber in einem früheren Blogeintrag berichtet.
In dem Jahr in dem das Kind sechs Jahre alt wird, beginnt man Mitte August in der Schule. Aber man geht dann nicht in die 1. Klasse, sondern in die Vorschulklasse. Das ist so ein Zwischending zwischen Kindergarten und Schule, also eine Kombination von den beiden Arbeitsmethoden. Es gibt keine Schulpflicht, aber fast 97% (glaube so waren die letzten Zahlen nationell) fangen in der Vorschulklasse an. Es gibt keine bestimmten Traditionen was die Einschulung angeht, viele Eltern sind am ersten Tag 1-2 Stunden dabei und das war es dann. Der Vormittag ist etwas mehr strukturiert und die Kinder sollen spielerisch auf die Schule vorbereitet werden. Aber genau wie in den anderen Einheiten einer Schule, muss auch die Arbeit in der Vorschulklasse geplant werden, ausgewertet werden und kontinuierlich verbessert werden. Die Kinder müssen mindestens 525 Stunden "Unterricht" pro Unterrichtsjahr erhalten.
Der Lehrplan gilt bedingt, der grösste Teil, bei dem es um die Lernziele in den einzelnen Fächern geht, ist ausgeschlossen.
Wenn die Eltern (beide) berufstätig sind, haben die Kinder Recht auf eine Nachmittagsbetreuung (fritidshem). Die Betreuung ist kostenpflichtig (ca 60-85 Euro monatlich) und bis 18.30 Uhr geöffnet. Die Kosten werden bei mehreren Geschwistern angepasst und alle Kinder erhalten kostenlos Frühstück, Mittagessen und einen Nachmittagssnack.
An meiner Schule sind z.B. dieses Schuljahr insgesamt 42 Kinder in der Vorschulklasse auf zwei Gruppen verteilt. 2 Grundschullehrer und 2 Vorschullehrer arbeiten mit den Gruppen, ausserdem gibt es 2 Assistenten. Zusätzlich gibt es noch eine Pädagogin, die für 6 Kinder mit Sprachstörung verantwortlich ist. Die Sprachkinder sind in der Gruppe wie jedes andere Kind, erhalten aber Förderstunden mit unserem Logopäden und Zeichensprache als Verstärkung.
Soweit zur Vorschulklasse!
http://pixabay.com/sv/tåg-järnväg-lokomotiv-trä-189828/
Zur Vorbereitung, wenn auch etwas spät, kommt hier ein kleiner Inblick ins schwedische Schulsystem. Ich glaube, ich habe schon mal ein paar Sachen darüber in einem früheren Blogeintrag berichtet.
In dem Jahr in dem das Kind sechs Jahre alt wird, beginnt man Mitte August in der Schule. Aber man geht dann nicht in die 1. Klasse, sondern in die Vorschulklasse. Das ist so ein Zwischending zwischen Kindergarten und Schule, also eine Kombination von den beiden Arbeitsmethoden. Es gibt keine Schulpflicht, aber fast 97% (glaube so waren die letzten Zahlen nationell) fangen in der Vorschulklasse an. Es gibt keine bestimmten Traditionen was die Einschulung angeht, viele Eltern sind am ersten Tag 1-2 Stunden dabei und das war es dann. Der Vormittag ist etwas mehr strukturiert und die Kinder sollen spielerisch auf die Schule vorbereitet werden. Aber genau wie in den anderen Einheiten einer Schule, muss auch die Arbeit in der Vorschulklasse geplant werden, ausgewertet werden und kontinuierlich verbessert werden. Die Kinder müssen mindestens 525 Stunden "Unterricht" pro Unterrichtsjahr erhalten.
Der Lehrplan gilt bedingt, der grösste Teil, bei dem es um die Lernziele in den einzelnen Fächern geht, ist ausgeschlossen.
Wenn die Eltern (beide) berufstätig sind, haben die Kinder Recht auf eine Nachmittagsbetreuung (fritidshem). Die Betreuung ist kostenpflichtig (ca 60-85 Euro monatlich) und bis 18.30 Uhr geöffnet. Die Kosten werden bei mehreren Geschwistern angepasst und alle Kinder erhalten kostenlos Frühstück, Mittagessen und einen Nachmittagssnack.
An meiner Schule sind z.B. dieses Schuljahr insgesamt 42 Kinder in der Vorschulklasse auf zwei Gruppen verteilt. 2 Grundschullehrer und 2 Vorschullehrer arbeiten mit den Gruppen, ausserdem gibt es 2 Assistenten. Zusätzlich gibt es noch eine Pädagogin, die für 6 Kinder mit Sprachstörung verantwortlich ist. Die Sprachkinder sind in der Gruppe wie jedes andere Kind, erhalten aber Förderstunden mit unserem Logopäden und Zeichensprache als Verstärkung.
Soweit zur Vorschulklasse!
http://pixabay.com/sv/tåg-järnväg-lokomotiv-trä-189828/
Dienstag, 13. Mai 2014
Chromebooks - ich will mehr!
Wenn man eine Veränderung herbeiführen will, kann man das auf verschiedene Weise tun. Als ich meine Chromebooks bestellte, habe ich diese Variante gewählt:
1. Zugang zur Technik
2. Kurze Fortbildung
3. Warten was passiert...
Eine andere Variante wäre gewesen:
1. Gemeinsam mit den LehrerInnen eine Policy verfassen
2. Ausführliche Fortbildung
3. Zugang zur Technik
4. Warten was passiert...
______________________________________________________________
Ich kann nicht sagen was richtig ist, aber ich kann darüber reflektieren, was der nächste Schritt für mich ist. Meine LehrerInnen haben sich relativ gut mit den Chromebooks angefreundet. Sie wissen wie man alle Accounts der SchülerInnen hantiert, sie kennen sich mit den Google Apps for Education aus und sie können relativ problemfrei die von Google eigenen "Office-Produkte" benutzen (Dokument, Präsentation und Kalkulation).
4 Monate nach der Einführung der Chromebooks habe ich eine kleine Inventur gemacht und bat die LehrerInenn zu berichten WIE sie die Technik einsetzen und WELCHE Unterschiede sie bemerkt haben. Hier folgen eine paar Resultate:
1. Zugang zur Technik
2. Kurze Fortbildung
3. Warten was passiert...
Eine andere Variante wäre gewesen:
1. Gemeinsam mit den LehrerInnen eine Policy verfassen
2. Ausführliche Fortbildung
3. Zugang zur Technik
4. Warten was passiert...
______________________________________________________________
Ich kann nicht sagen was richtig ist, aber ich kann darüber reflektieren, was der nächste Schritt für mich ist. Meine LehrerInnen haben sich relativ gut mit den Chromebooks angefreundet. Sie wissen wie man alle Accounts der SchülerInnen hantiert, sie kennen sich mit den Google Apps for Education aus und sie können relativ problemfrei die von Google eigenen "Office-Produkte" benutzen (Dokument, Präsentation und Kalkulation).
4 Monate nach der Einführung der Chromebooks habe ich eine kleine Inventur gemacht und bat die LehrerInenn zu berichten WIE sie die Technik einsetzen und WELCHE Unterschiede sie bemerkt haben. Hier folgen eine paar Resultate:
- Bei mündlichen Präsentationen benutzen die Schüler Google Präsentation. Es werden gerne viele Bilder benutzt und die Schüler sprechen freier und länger als zuvor.
- Bei den schriftlichen Arbeiten wird mehr "produziert" und mit besserer Qualität.
- Die Schüler teilen ihre Arbeiten via Google Drive mit ihren LehrerInnen, sie erhalten Feedback und verbessern ihre Arbeiten/Aufgaben ständig. Dadurch haben die "Endprodukte" eine höhere Qualität.
- Alle empfinden, dass die SchülerInnen Spass an der Technik haben. Sie sind mehr motiviert und sie arbeiten intensiv und konzentriert mit ihren Aufgaben.
- Nebeneffekt: viele SchülerInnen üben und arbeiten zu hause weiter mit den Apps, die sie durch die Schule kennengelernt haben.
- Zwei Lehrerinnen haben jeweils einen Bücherblog gestartet. Dort berichten die Schüler für einander über Bücher, die sie gelesen haben und wie sie diese fanden usw.
- Zeitersparniss für die LehrerInnen durch das direkte Kommentieren von Arbeiten
- Gemeinsames Erstellen von Texten (Gruppenarbeiten) und die LehrerInnen können sehen, wer was geschrieben hat.
Ich bin im Moment mit den Ergebnissen zufrieden, da ich wie oben bereits beschrieben, eine Variante der Einführung gewählt habe. Aber ich will mehr!
Als nächstes müssen wir mit den Aufgabenstellungen arbeiten. Denke hier an Dr. Ruben Puenteduras SAMR-Modell (hier) und wie wir daraus unsere Benutzung der Technik weiter entwickeln können. Wir müssen aufhören Papier und Stifte einfach nur mit Technik zu ersetzten. Wir müssen Aufgaben entwickeln, die ohne Technik nicht möglich gewesen wären. Wir müssen weiter nach vorne denken und Aufgaben erstellen, die die Teamarbeit fördern, das Lernen und das Lehren anregen und vor allem Spass machen.
Parallel dazu ist es hilfreich, wenn wir uns zusammensetzen und eine Policy ausarbeiten. Wir müssen für uns definieren, WIE, WARUM und WOFÜR wir unsere technischen Werkzeuge einsetzen und vor allem WARUM und WIE diese zu einem erfolgreicherem Lernen und Lehren beitragen können.
Hätte ich diesen Schritt zuerst gewählt, wäre diese Ausarbeitung vielleicht nur ein Papierprodukt geworden. Meine Hoffnung ist jetzt, dass die LehrerInnen bei der Ausarbeitung auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen können und dadurch auch weiter in die Zukunft schauen können. Dadurch erhalten wir eine lebende Entwicklung, die sich dort befindet wo sich SchülerInnen und LehrerInnen befinden.
Klart för i dag!
Sonntag, 4. Mai 2014
Chromebooks: ein Anfang ist gemacht!
Im Herbst 2013 bestellte 20 Chromebooks für die "kleine" Schuleinheit mit ca. 85 Schülern. Auf der Schule sind ca. 600 Schüler, aber ich bekam ein eigenes Budget für meine Einheit und da wollte ich nicht mehr warten bis alle Schulleiter sich geeinigt haben. Da ich früher auf einem Gymnasium (nur Sekundarstufe II) gearbeitet habe, wo alle Lehrer und Schüler einen Laptop hatten, war es für mich mehr oder weniger natürlich, dass die Technik in irgendeiner Form in dieser Schule Einzug halten musste.
Als unsere Schulverwaltung sich dafür entschied auf Google Apps for Education zu setzen und eine eigen Domäne startete, war die Wahl leicht.
Ich dachte mir, dass es das Beste sein würde, wenn man die Technik mischt. Ein paar iPads, ein paar Laptops und dazu Chrome books. Ich glaube stark daran, dass man flexibel bleiben muss und dass man nicht alles auf eine Karte setzen kann. Die Entwicklung geht zu schnell voran und wenn wir IT-Werkzeuge als pädagogische Werkzeuge einsetzen wollen, müssen wir verschiedene Werkzeuge haben, genauso wie wir unterschiedliche Methoden für unterschiedliche Schüler haben.
Zurück zu den Chromebooks:
Ich konnte im Zuge der Bestellung auch direkt einen IKT-Pädagogen (Information-, Kommunikation und Technik-Pädagoge) für einen halben Tag buchen und als die Maschinen endlich kamen, war auch die Fortbildung zur Stelle. Es gab am Anfang einen Teil Probleme, z.B. wussten wir nicht wie viele Maschinen die Access-Punkte vertragen und wir wussten auch nicht ob die Schüler die zwei unterschiedlichen Accounts (eine zum einloggen für Google und eine fürs Netzwerk) auseinanderhalten können. Aber nach einer intensiven und chaotischen Zeit, hat sich die Lage relativ normalisiert. Accounts verwalten ist für Schüler im Alter von 10-12 kein Problem. Auch die Anzahl der Access-punkte war ausreichend.
Warum 20 Stück?
Erstens hatte ich die Absicht dadurch die Lehrer zu einer grösseren Flexibilität anzuhalten. Ich dachte, wenn es 20 Stück gibt, kann man diese so buchen, wie es dem eigenen Unterricht passt. manchmal braucht man vielleicht 5 und ein anders Mal braucht man 10, weil man mit Zweiergruppen arbeitet. Ausserdem konnte man mit 20 auch eine ganze Klasse versorgen. Zweitens reichte so das Geld auch noch für 4 zusätzliche iPads, um den Mix zu behalten.
Theorie und Wirklichkeit?
Von den 5 Klassen haben erstmal 2 Lehrer keine Anstalten gemacht, die Maschinen zu nutzen. Dadurch hatten die anderen mehr Zugang zu den Chromebooks und benutzten sie dadurch nur als 1:1 Lösung. Mein Gedanke mit den unterschiedlichen Planungen für den Unterricht, hat sich nicht durchgesetzt. Die Lehrer konnten auch später nicht die Möglichkeiten sehen, weniger Maschinen zu benutzen. Alle oder keine war und ist derzeit die Devise. Im Moment bin ich froh, dass die Geräte täglich benutzt werden. Die zwei abwartenden Lehrer müssen spätestens zum nächsten Schuljahr loslegen, das habe ich deutlich gemacht. Aber ich glaube es ist auch wichtig, dass jeder sich in seinem Takt entwickeln kann. Jetzt, wo der Anfang gemacht ist, ist es für die Verbleibenden leichter und die Kollegen werden zu ihren Coachs. Miteinander lernen!
Und der Unterricht mit den Chromebooks?
Da gibt es eine Menge weiterzuentwickeln, aber wie gesagt, ein Anfang ist gemacht. Teil 2 folgt!
Hejdå, mina tyska läsare;)
Chromebook?
Als unsere Schulverwaltung sich dafür entschied auf Google Apps for Education zu setzen und eine eigen Domäne startete, war die Wahl leicht.
Ich dachte mir, dass es das Beste sein würde, wenn man die Technik mischt. Ein paar iPads, ein paar Laptops und dazu Chrome books. Ich glaube stark daran, dass man flexibel bleiben muss und dass man nicht alles auf eine Karte setzen kann. Die Entwicklung geht zu schnell voran und wenn wir IT-Werkzeuge als pädagogische Werkzeuge einsetzen wollen, müssen wir verschiedene Werkzeuge haben, genauso wie wir unterschiedliche Methoden für unterschiedliche Schüler haben.
Zurück zu den Chromebooks:
Ich konnte im Zuge der Bestellung auch direkt einen IKT-Pädagogen (Information-, Kommunikation und Technik-Pädagoge) für einen halben Tag buchen und als die Maschinen endlich kamen, war auch die Fortbildung zur Stelle. Es gab am Anfang einen Teil Probleme, z.B. wussten wir nicht wie viele Maschinen die Access-Punkte vertragen und wir wussten auch nicht ob die Schüler die zwei unterschiedlichen Accounts (eine zum einloggen für Google und eine fürs Netzwerk) auseinanderhalten können. Aber nach einer intensiven und chaotischen Zeit, hat sich die Lage relativ normalisiert. Accounts verwalten ist für Schüler im Alter von 10-12 kein Problem. Auch die Anzahl der Access-punkte war ausreichend.
Warum 20 Stück?
Erstens hatte ich die Absicht dadurch die Lehrer zu einer grösseren Flexibilität anzuhalten. Ich dachte, wenn es 20 Stück gibt, kann man diese so buchen, wie es dem eigenen Unterricht passt. manchmal braucht man vielleicht 5 und ein anders Mal braucht man 10, weil man mit Zweiergruppen arbeitet. Ausserdem konnte man mit 20 auch eine ganze Klasse versorgen. Zweitens reichte so das Geld auch noch für 4 zusätzliche iPads, um den Mix zu behalten.
Theorie und Wirklichkeit?
Von den 5 Klassen haben erstmal 2 Lehrer keine Anstalten gemacht, die Maschinen zu nutzen. Dadurch hatten die anderen mehr Zugang zu den Chromebooks und benutzten sie dadurch nur als 1:1 Lösung. Mein Gedanke mit den unterschiedlichen Planungen für den Unterricht, hat sich nicht durchgesetzt. Die Lehrer konnten auch später nicht die Möglichkeiten sehen, weniger Maschinen zu benutzen. Alle oder keine war und ist derzeit die Devise. Im Moment bin ich froh, dass die Geräte täglich benutzt werden. Die zwei abwartenden Lehrer müssen spätestens zum nächsten Schuljahr loslegen, das habe ich deutlich gemacht. Aber ich glaube es ist auch wichtig, dass jeder sich in seinem Takt entwickeln kann. Jetzt, wo der Anfang gemacht ist, ist es für die Verbleibenden leichter und die Kollegen werden zu ihren Coachs. Miteinander lernen!
Und der Unterricht mit den Chromebooks?
Da gibt es eine Menge weiterzuentwickeln, aber wie gesagt, ein Anfang ist gemacht. Teil 2 folgt!
Hejdå, mina tyska läsare;)
Chromebook?
Samstag, 3. Mai 2014
Inklusion - eine Schule für alle
Da der nächste #EDchatDE als einen von den Vorschlägen das Thema INKLUSION hatte, bin ich neugierig geworden. Habe dann auch gestern einen Artikel gefunden (hier), wo man über den Jungen Henry diskutiert. Henry hat Down-Syndrom und seine Eltern möchten, dass er aufs Gymnasium kommt. Ein Fall der in Deutschland heiss diskutiert wird.
Aber wie ist es nun mit der Inklusion und wie soll ich mich als Schulleiter dazu verhalten?
Einfach, wenn du mich fragst: mit den richtigen Mitteln, Ressourcen und Räumlichkeiten sind wir eine Schule für alle!
Aber ist es so einfach? Ich habe wie bereits geschrieben 2 Schulen, eine davon hat ca. 230 Schüler, von denen haben 32 eine Sprachstörung und 5 Schüler sind berechtigt für die Förderschule. Diese fünf Schüler sind bei uns inkludiert. Da wir Schüler mit Sprachstörungen haben, können alle unsere Pädagogen (und Schüler) ,Zeichensprache als Unterstützung und zur Verstärkung. Ausserdem gibt es in jeder Altersgruppe einen Pädagogen neben dem Lehrer der diese Sprachkinder unterstützt. Das hat dazu geführt, dass Eltern mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen, auf uns aufmerksam geworden sind und sich für unsere Schule entschieden haben. Ein Junge hat z.B. Down-Syndrom und hat unter dem jetzigen Schuljahr das Lesen gelernt, er kann jetzt lesen und zeigen, dass er einfache Zusammenhänge versteht. Dabei benutzt er die Zeichensprache und er kann die Buchstaben und die Wörter die er liest, dadurch benennen. Die Ergebnisse sind fantastisch. Seine Eltern möchten, dass er bei uns bleibt, auch wenn es Förderschulen gibt. Sie möchten, dass er Zugang zur Zeichensprache hat und das er sich in einem grösseren sozialen Kontext befindet. Hier wird es schwierig...
Wann überwiegt der soziale Kontext kontra dem pädagogischen Kontext? Wann sind eigene Förderschulen sinnvoller und wann nicht? Eine räumliche Inklusion zu schaffen ist das Einfachste. Alle Kinder in ein Klassenzimmer, fertig. Aber ist das wirklich Inklusion? Wie widmet man sich ALLEN Schülern und wie haben die Schüler die Möglichkeit sich entsprechend ihrer eigenen Vorraussetzungen weiterzuentwickeln?
In Schweden unterrichtet man nach zwei unterschiedlichen Lehrplänen und der Lehrer muss darauf Rücksicht nehmen, wenn man alle Schüler miteinbeziehen will. Unser "Henry" bekommt die Hilfe, die er im Moment braucht, um sich weiterzuentwickeln. Seine Eltern wählen unsere Schule und wählen damit auch indirekt, dass Henry nicht alle Förderungen erhält, die ihm laut Förderschule zustehen. Auf den Förderschulen gibt er mehr Personal und mehr angepasste Räumlichkeiten. Aber der Trend geht dahin, dass immer mehr Eltern ihre Kinder in einer "normalen" Schule haben möchten und damit akzeptieren sie auch, dass die Fördermassnahmen unserem Budget angepasst sind. Im Gegenzug befindet sich das Kind in einem grösseren sozialen Kontext als es die Förderschule anbieten kann.
Wir sehen bei uns positive Effekte für die gesamte Klasse und Schule. Es gibt eine hohe Toleranz gegenüber allen Kindern mit besonderen Bedürfnissen und davon profitieren alle. Jeder kann so sein, wie er ist und alle Schüler sind "gleich viel wert".
Es geht also nicht darum die besten Zeugnisse zu bekommen oder die Türen zu verschliessen, weil jemand von vornherein kein Abitur schaffen würde. Es geht darum alle Schüler auf Leben vorzubereiten, sie so zu stärken, dass sie sich nach ihren besten Vorraussetzungen entwickeln können und dass sie dabei das meiste lernen können was sie lernen können. Jeder nach seinen Vorraussetzungen, aber so weit wie möglich!
Und es geht darum darauf zu achten, in welcher Umgebung es die besten Möglichkeiten gibt: Befinde ich mich in einer Gemeinschaft, die mir gut tut, werde ich mich dort am besten entwickeln. Befinde ich mich in einer Gemeinschaft, die mich nicht zu meinem besten ICH werden lässt, wird meine Entwicklung weniger positiv verlaufen.
Sich als Eltern für eine Schule zu entscheiden, ist ein schwieriger Prozess. Ich glaube man muss das langsam angehen lassen. Jetzt nähern wir uns dem Ende dieses Schuljahres und gemeinsam mit den Eltern unserer Förderschüler, werden wir die Organisation für das nächste Jahr besprechen. Was können wir verändern um eine besser Qualität zu erreichen, was müssen wir beachten, wenn die Kinder älter werden und wie gestalten wir den Unterricht so flexibel, dass alle zu ihrem Recht kommen? Das zu lösen ist unsere Aufgabe.
Pädagogische Inklusion - Soziale Inklusion - Räumliche Inklusion
Trevlig helg!
PS. Schüler = Jungen und Mädchen, Lehrer = beide Geschlechter usw.
Aber wie ist es nun mit der Inklusion und wie soll ich mich als Schulleiter dazu verhalten?
Einfach, wenn du mich fragst: mit den richtigen Mitteln, Ressourcen und Räumlichkeiten sind wir eine Schule für alle!
Aber ist es so einfach? Ich habe wie bereits geschrieben 2 Schulen, eine davon hat ca. 230 Schüler, von denen haben 32 eine Sprachstörung und 5 Schüler sind berechtigt für die Förderschule. Diese fünf Schüler sind bei uns inkludiert. Da wir Schüler mit Sprachstörungen haben, können alle unsere Pädagogen (und Schüler) ,Zeichensprache als Unterstützung und zur Verstärkung. Ausserdem gibt es in jeder Altersgruppe einen Pädagogen neben dem Lehrer der diese Sprachkinder unterstützt. Das hat dazu geführt, dass Eltern mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen, auf uns aufmerksam geworden sind und sich für unsere Schule entschieden haben. Ein Junge hat z.B. Down-Syndrom und hat unter dem jetzigen Schuljahr das Lesen gelernt, er kann jetzt lesen und zeigen, dass er einfache Zusammenhänge versteht. Dabei benutzt er die Zeichensprache und er kann die Buchstaben und die Wörter die er liest, dadurch benennen. Die Ergebnisse sind fantastisch. Seine Eltern möchten, dass er bei uns bleibt, auch wenn es Förderschulen gibt. Sie möchten, dass er Zugang zur Zeichensprache hat und das er sich in einem grösseren sozialen Kontext befindet. Hier wird es schwierig...
Wann überwiegt der soziale Kontext kontra dem pädagogischen Kontext? Wann sind eigene Förderschulen sinnvoller und wann nicht? Eine räumliche Inklusion zu schaffen ist das Einfachste. Alle Kinder in ein Klassenzimmer, fertig. Aber ist das wirklich Inklusion? Wie widmet man sich ALLEN Schülern und wie haben die Schüler die Möglichkeit sich entsprechend ihrer eigenen Vorraussetzungen weiterzuentwickeln?
In Schweden unterrichtet man nach zwei unterschiedlichen Lehrplänen und der Lehrer muss darauf Rücksicht nehmen, wenn man alle Schüler miteinbeziehen will. Unser "Henry" bekommt die Hilfe, die er im Moment braucht, um sich weiterzuentwickeln. Seine Eltern wählen unsere Schule und wählen damit auch indirekt, dass Henry nicht alle Förderungen erhält, die ihm laut Förderschule zustehen. Auf den Förderschulen gibt er mehr Personal und mehr angepasste Räumlichkeiten. Aber der Trend geht dahin, dass immer mehr Eltern ihre Kinder in einer "normalen" Schule haben möchten und damit akzeptieren sie auch, dass die Fördermassnahmen unserem Budget angepasst sind. Im Gegenzug befindet sich das Kind in einem grösseren sozialen Kontext als es die Förderschule anbieten kann.
Wir sehen bei uns positive Effekte für die gesamte Klasse und Schule. Es gibt eine hohe Toleranz gegenüber allen Kindern mit besonderen Bedürfnissen und davon profitieren alle. Jeder kann so sein, wie er ist und alle Schüler sind "gleich viel wert".
Es geht also nicht darum die besten Zeugnisse zu bekommen oder die Türen zu verschliessen, weil jemand von vornherein kein Abitur schaffen würde. Es geht darum alle Schüler auf Leben vorzubereiten, sie so zu stärken, dass sie sich nach ihren besten Vorraussetzungen entwickeln können und dass sie dabei das meiste lernen können was sie lernen können. Jeder nach seinen Vorraussetzungen, aber so weit wie möglich!
Und es geht darum darauf zu achten, in welcher Umgebung es die besten Möglichkeiten gibt: Befinde ich mich in einer Gemeinschaft, die mir gut tut, werde ich mich dort am besten entwickeln. Befinde ich mich in einer Gemeinschaft, die mich nicht zu meinem besten ICH werden lässt, wird meine Entwicklung weniger positiv verlaufen.
Sich als Eltern für eine Schule zu entscheiden, ist ein schwieriger Prozess. Ich glaube man muss das langsam angehen lassen. Jetzt nähern wir uns dem Ende dieses Schuljahres und gemeinsam mit den Eltern unserer Förderschüler, werden wir die Organisation für das nächste Jahr besprechen. Was können wir verändern um eine besser Qualität zu erreichen, was müssen wir beachten, wenn die Kinder älter werden und wie gestalten wir den Unterricht so flexibel, dass alle zu ihrem Recht kommen? Das zu lösen ist unsere Aufgabe.
Pädagogische Inklusion - Soziale Inklusion - Räumliche Inklusion
Trevlig helg!
PS. Schüler = Jungen und Mädchen, Lehrer = beide Geschlechter usw.
Donnerstag, 1. Mai 2014
#EDchatDE
Nachdem ich am Diemstag zum ersten mal bei dem #EDchatDE mitgemacht habe, bzw. versucht habe mitzuhalten (was mir nicht sonderlich gut gelang), bin ich 'angesteckt' worden. Ansichten und Meinungen wurden in Millisekunden hin- und hergeschickt und ständig entstanden neue Mikrokonversationen. Mein Problem war, dass ich nicht wusste, welchen Gesprächen ich folgen sollte. Ich habe es immerhin geschafft eine Antwort abzugeben, aber dann schnell den roten Fäden verloren. Es hat aber wie gesagt Spaß gemacht und ich werde auch versuchen nächsten Dienstag wieder dabei zu sein.
Ein Gedanke der mir im Nachhinein kam: im Chat wurden innerhalb einer Stunde sieben Fragen bearbeitet, das Thema war PLE und ganz zum Schluss schrieb noch jemand: was ist denn jetzt PLE? Könnte man nicht eine Hauptfrage haben und diese tiefer analysieren/bearbeiteten/diskutieren? Ich hätte mich gerne weiter in den Antworten vertiefen wollen, aber da kam schon die nächste Frage...und ich war zu langsam. Kann aber auch darin liegen, dass ich gerne die Meinungen der anderen hören möchte um besser zu wissen, wo Deutschland sich in Sachen Schule und Pädagogik befindet;)
Hier in Schweden und vor allem bei Twitter sind sich alle einig, dass sich etwas verändern muss, wenn die schwedische Schule 'besser' werden soll. Die Lehrer oder Rektoren, die der Meinung sind, dass alles OK ist oder die ihren Unterricht bzw. ihre Schule nicht aktiv weiterentwickeln wollen, sind kaum bei Twitter und sagen das (natürlich gibt es engagierte Lehrer und Schulleiter ohne Twitterkonto;).
Alle sind positiv eingestellt: IT, Flipped classroom und formative Beurteilungen/Benotungen (nennt man das so? Formativ Assessment?) sind nichts Neues und man braucht niemanden davon zu überzeugen, dass Frontalunterricht als Einsammethode 'out' ist. Viele Arbeiten mit Blogs oder Homepages und man teilt gerne seine Ideen und Unterrichtsmaterialien mit anderen, sharing ist caring! Auch viele Kommunen haben Homepages auf denen man über Pädagogik berichtet, neue Projekte vorstellt und seine Ideen teilt. Nichts ist heimlich und das KOLLEGIALE Lernen wird großgeschrieben. Da sich der schwedische Unterricht und das vermitteln des Stoffes auf erprobte Erfahrung und relevante Forschung aufbauen soll, berichten viele über aktuelle Forschung, national und international. Forscher wie Dylan William, Helen Timperley oder John Hattie werden in vielen Schulen als Weiterbildung benutzt und auch das schwedische Schulamt versorgt alle die in der Schule arbeiteten mit Forschung und Ratschlägen. Es gibt auch Chats für verschiedene Berufsgruppen bei Twitter, aber dort bin ich noch nicht aktiv geworden.
Heute kamen 5 Vorschläge für den nächsten #EDchatDE und ich habe mich für das Thema INKLUSION entschieden. Mal sehen, was die anderen diskutieren möchten.
Vi ses!
Donnerstag, 24. April 2014
Chromebooks & Co.
Ich habe bereits erzählt welche schulischen Einheiten ich habe und wie diese ungefähr organisiert sind. Aber wie sieht es mit dem Zugang zur Technik aus?
Vor zwei Jahren bestimmten unsere Politiker, die für unsere Kommune verantwortlich sind, dass sie extra Geld im Budget für IKT-Mittel ansetzen wollen. Die Mittel werden über drei Jahre verteilt, fallend vom ersten zum dritten Jahr. das hört sich ja erstmal seht positiv an, aber man machte auch eine Anpassung der Lehrmittel im allgemeinen, also mit anderen Worten kürzte man das Budget für Lehrbücher & Co. Hier mag ich eigentlich den Gedanken, dass man einen Vorteil mit digitalen Lehrbüchern sieht oder der Meinung ist, dass klassische Lehrmittel dadurch reduziert werden können. Auf der anderen Seite, ist es schwierig die Erhöhung des Budgets zu sehen, wenn man auf der einen Seite gibt und auf der anderen es nimmt;-). Egal, wichtig war das endlich Geld kam, dass nur für IKT-Mittel vorgesehen war.
Vor zwei Jahren bestimmten unsere Politiker, die für unsere Kommune verantwortlich sind, dass sie extra Geld im Budget für IKT-Mittel ansetzen wollen. Die Mittel werden über drei Jahre verteilt, fallend vom ersten zum dritten Jahr. das hört sich ja erstmal seht positiv an, aber man machte auch eine Anpassung der Lehrmittel im allgemeinen, also mit anderen Worten kürzte man das Budget für Lehrbücher & Co. Hier mag ich eigentlich den Gedanken, dass man einen Vorteil mit digitalen Lehrbüchern sieht oder der Meinung ist, dass klassische Lehrmittel dadurch reduziert werden können. Auf der anderen Seite, ist es schwierig die Erhöhung des Budgets zu sehen, wenn man auf der einen Seite gibt und auf der anderen es nimmt;-). Egal, wichtig war das endlich Geld kam, dass nur für IKT-Mittel vorgesehen war.
Zu dem Ganzen gab es noch eine Anweisung, dass jeder Pädagoge ein(en) Notebook/Laptop haben sollte und dass die Schulen für die Accesspunkte verantwortlich sind, falls mehr benötigt würden. Es wurde auch betont, dass man an die Schüler denken sollte, die die technischen Werkzeuge zur Kompensation benutzen (Lese- und Schreibschwäche z. B.). Außerdem gab man jeder Schule die Freiheit ob man 1:1 haben möchte indem man das Geld spart, oder andere Mittel dazunimmt.
Es wurden auch einige Spezialaufträge vergeben: ca. 10 Lehrer bekamen 10% in ihrem Dienst freigestellt um an ihren eigenen oder andern Schulen der Kommune die IKT Arbeit voranzubringen. Wir nennen sie IKT-Inspirierer und jeder hat sozusagen "sein Ding". Die Schulen können diese Lehrer buchen und als Weiterbildung benutzen, einzeln, in der Gruppe oder für die gesamte Schule.
Es gibt auch 3 Vollzeit IKT-Pädagogen in der Kommune. Diese kann man auch für Fragen, Weiterbildung oder andere technische Sachen benutzen.
Die Kommune benutzt verschiedene Plattformen und es gibt auch einen kommunalen IT-Service. Dort kann man alle Produkte bestellen, die einen Schule (oder andere Verwaltungen) haben möchte. Manche Einheiten haben einen besseren Preis, da es bestimmte Sammelverträge gibt. Eigentlich sehr positiv, der Nachteil ist nur, das man dadurch nicht auf dem freien Markt bestellen kann, auch wenn es dort manchmal billiger sein kann. Ein anderer Nachteil ist die Vermietung von PC/Mac. Computer können generell nur gemietet werden; ein dreijähriger Vertrag mit festen Kosten, allerdings hat man den Service kostenlos dabei. Ein tragbares Gerät kostet ca 430 Euro im Jahr und nach drei Jahren bekommt man ein neues Gerät. Die meisten Programme gibt es gratis dazu.
Geräte wie iPad oder Chromebook werden direkt bezahlt und nicht ausgetauscht. Sie gehören der Schule und weitere Kosten für die Apps trägt die Schule.
Hier muss man also bedenken, dass die Schule mit jedem Mietgerät was angeschafft wird, kosten auf sich nimmt. Und nach drei Jahren sind die Extramittel futsch, aber die Mieten für die Computer bleiben...deshalb war es keine leichte Entscheidung, wie und wann man was einkauft.
Als ich diesen Eintrag anfing zu schreiben, wollte ich nur kurz das oben Genannte beleuchten, aber es ist doch eine ganze Menge geworden. Ich werde einen eigenen Eintrag über die pädagogische Arbeit mit den Chromebooks machen, ist übersichtlicher.
God natt!
PS. Wie werden solche organisatorischen Fragen in Deutschland gelöst? Was können wir voneinander lernen?
PS. Wie werden solche organisatorischen Fragen in Deutschland gelöst? Was können wir voneinander lernen?
Mittwoch, 9. April 2014
Gefunden!
Endlich habe ich die richtigen interessierten deutschen Lehrer gefunden, die über Schule, Technik und Pädagogik diskutieren. Twitter sei Dank!
Letzte Woche habe ich noch mal einen Versuch gestartet und den Suchbegriff "Schulfragen" bei Twitter eingegeben und "Bang" da waren sie und was noch besser war, da gibt es sogar einen pädagogischen Chat. Jeden Dienstag zwischen 20-21 Uhr wird unter dem Hashtag #EDchatDE über Schule in Veränderung geredet. Gestern habe mich nur im Hintergrund aufgehalten und gelauscht...
Ich habe jetzt auch ein paar Deutsche bei Twitter, die fleissig twittern und dadurch bekomme ich auch so langsam mit, welche Begriffe und Ausdrücke man in Deutschland für die neueste Technik, moderne Methoden und Didaktiken verwendet.
Zum Beispiel macht man sich Gedanken über das WLAN in den Schulen. Komisch?! Hier in Schweden haben wir meistens genügend Access-Punkte, durch die WLAN in der ganzen Schule verteilt wird. Die Kosten dafür muss jede Schule selber tragen (ca. 1200 Euro pro Punkt), allerdings kann man aber auch entscheiden wie und in welche Richtung sich die Schule entwickeln soll. Hoffentlich nur nach Vorne!
Ein anderer Punkt der diskutiert wurde, war Handyverbot in den Schulen?! Das kommt hier in Schweden auch oft vor. Ich muss sagen, dass ich da recht liberal bin. Für mich ist ein Handy nicht nur ein Telefon. Mein Handy ist auch mein Zugang zur Welt, mein Kalender, meine Zeitung, mein Briefkasten und, und, und so vieles mehr. Eine Lösung für die Schulen wäre es, wenn man die Technik für sich selber im Unterricht einsetzt. Zum Beispiel kann man leicht Umfragen machen oder schneller Vokabeln übersetzten usw. Ich weiss, jetzt werden einige rufen: NEIN, das geht doch nicht. Die Schüler müssen lernen in einem Wörterbuch alles nachzuschlagen! Ja, das auch. Aber sie müssen auch ihre Technik benutzen können, um damit schneller und effektiver arbeiten zu können. Wir können die Technik nicht aufhalten, wir können aber mitmachen und das macht richtig Spass;-))).
Ich werde mal demnächst mehr darüber schreiben, welche Werkzeuge (iPads, Chrome books, Laptops) wir in der Schule haben und wie wir diese einsetzen bzw. wie ich möchte, dass diese eingesetzt werden.
Hejdå och god natt!
Letzte Woche habe ich noch mal einen Versuch gestartet und den Suchbegriff "Schulfragen" bei Twitter eingegeben und "Bang" da waren sie und was noch besser war, da gibt es sogar einen pädagogischen Chat. Jeden Dienstag zwischen 20-21 Uhr wird unter dem Hashtag #EDchatDE über Schule in Veränderung geredet. Gestern habe mich nur im Hintergrund aufgehalten und gelauscht...
Ich habe jetzt auch ein paar Deutsche bei Twitter, die fleissig twittern und dadurch bekomme ich auch so langsam mit, welche Begriffe und Ausdrücke man in Deutschland für die neueste Technik, moderne Methoden und Didaktiken verwendet.
Zum Beispiel macht man sich Gedanken über das WLAN in den Schulen. Komisch?! Hier in Schweden haben wir meistens genügend Access-Punkte, durch die WLAN in der ganzen Schule verteilt wird. Die Kosten dafür muss jede Schule selber tragen (ca. 1200 Euro pro Punkt), allerdings kann man aber auch entscheiden wie und in welche Richtung sich die Schule entwickeln soll. Hoffentlich nur nach Vorne!
Ein anderer Punkt der diskutiert wurde, war Handyverbot in den Schulen?! Das kommt hier in Schweden auch oft vor. Ich muss sagen, dass ich da recht liberal bin. Für mich ist ein Handy nicht nur ein Telefon. Mein Handy ist auch mein Zugang zur Welt, mein Kalender, meine Zeitung, mein Briefkasten und, und, und so vieles mehr. Eine Lösung für die Schulen wäre es, wenn man die Technik für sich selber im Unterricht einsetzt. Zum Beispiel kann man leicht Umfragen machen oder schneller Vokabeln übersetzten usw. Ich weiss, jetzt werden einige rufen: NEIN, das geht doch nicht. Die Schüler müssen lernen in einem Wörterbuch alles nachzuschlagen! Ja, das auch. Aber sie müssen auch ihre Technik benutzen können, um damit schneller und effektiver arbeiten zu können. Wir können die Technik nicht aufhalten, wir können aber mitmachen und das macht richtig Spass;-))).
Ich werde mal demnächst mehr darüber schreiben, welche Werkzeuge (iPads, Chrome books, Laptops) wir in der Schule haben und wie wir diese einsetzen bzw. wie ich möchte, dass diese eingesetzt werden.
Hejdå och god natt!
Sonntag, 9. März 2014
Wer bin ich?
Ich arbeite wie bereits erwähnt seit fast zwei Jahren als Rektor. Seit August 2013 bin ich für zwei Schuleinheiten verantwortlich. Die eine Einheit ist ein Teil einer grösseren Grundschule von der Vorschulklasse bis zum 9. Schuljahr und ich bin für das 4. und 5. Schuljahr verantwortlich. Die andere Einheit ist eine Grundschule von der Vorschulklasse bis zur 5. Klasse, anschliessend wechseln die Schüler alle zu einer anderen Schule, da wir nicht ausreichend Platz haben. Um das Ganze zu verstehen, muss ich mal kurz auf das schwedische Schulsystem eingehen:
Vorschule = Kindergarten, wer arbeitet kann sein Kind zwischen 6.30 und 18.30 in die Vorschule geben. Wer nicht arbeitet oder studiert, hat 15 h pro Woche.
Vorschulklasse = eigentlich die 1.Klasse, aber eher ein Zwischending, wird auch manchmal die 0. Klasse genannt, befindet sich in der Schule, Betreung wie 1.-5. Klasse.
1. bis 9. Klasse = Grundschule für alla, alle Grundschulen haben eine Früh-und Nachmittagsbetreuung bis max. 18.30. Die meisten Kinder hören in der 4. oder 5. Klasse mit der Betreuung auf, auch hier muss gearbeitet werden, um einen Platz zu bekommen.
Anschliessend folgt das Gymnasium: 3 Jahre, entweder berufsvorbereitend oder studienvorbereitend (insgesamt 18 Programme, 99% gehen aufs Gymnasium), die beruflichen Programme, die man wählen kann, geben einem auch die Vorraussetzungen zu einem Studium, gleichzeitig wird man z.B. Friseur oder Automechaniker, ev. muss man noch einige Kurse dazu wählen um ein bestimmtes Studium machen zu können, die studienvorbereitenden Programme geben dem Schüler nicht die Möglichkeit anschliessend direkt zu arbeiten, in erster Linie geht man weiter zum Studium.
Ich habe ca. 30 Mitarbeiter, das ca. kommt daher, dass immer mal einer aufhört oder ein Praktikant dazukommt. Meine Mitarbeiter sind Lehrer, "Freizeitpädagogen" (das sind pädagogische ausgebildete Mitarbeiter, die in der Nachmittagsbetreuung arbeiten), Erzieher (Mitarbeiter, die auf dem Gymnasium eine pädagogische Richtung) und Spezialpädagogen.
Ich habe auch eine Kollegin auf der einen Grundschule und wir teilen uns die Aufgabengebiete untereinander auf. Sie hat auch noch eine andere Schule für die sie verantwortlich ist. Insgesamt haben wir ca. 485 Schüler und 65 Mitarbeiter.
Morgen beginne ich meine dreijährige Schulleiterausbildnung an der Linnéuniversität. Das ist ein Master-Studiengang, der zur Hälfte vom Staat und zur Hälfte von der Kommune bezahlt wird. Man arbeitet weiter und studiert gleichzeitig als Fernstudium mit ca 20% Zeitaufwand im Vergleich zum Vollzeitstudium. Wenn man keine Stelle als Rektor hat, kann man auch nicht diesen Studiengang studieren. Im Klartext, erst muss dich einer als Rektor einstellen, um dir dann danach das Studium zu bezahlen;-)
Vorschule = Kindergarten, wer arbeitet kann sein Kind zwischen 6.30 und 18.30 in die Vorschule geben. Wer nicht arbeitet oder studiert, hat 15 h pro Woche.
Vorschulklasse = eigentlich die 1.Klasse, aber eher ein Zwischending, wird auch manchmal die 0. Klasse genannt, befindet sich in der Schule, Betreung wie 1.-5. Klasse.
1. bis 9. Klasse = Grundschule für alla, alle Grundschulen haben eine Früh-und Nachmittagsbetreuung bis max. 18.30. Die meisten Kinder hören in der 4. oder 5. Klasse mit der Betreuung auf, auch hier muss gearbeitet werden, um einen Platz zu bekommen.
Anschliessend folgt das Gymnasium: 3 Jahre, entweder berufsvorbereitend oder studienvorbereitend (insgesamt 18 Programme, 99% gehen aufs Gymnasium), die beruflichen Programme, die man wählen kann, geben einem auch die Vorraussetzungen zu einem Studium, gleichzeitig wird man z.B. Friseur oder Automechaniker, ev. muss man noch einige Kurse dazu wählen um ein bestimmtes Studium machen zu können, die studienvorbereitenden Programme geben dem Schüler nicht die Möglichkeit anschliessend direkt zu arbeiten, in erster Linie geht man weiter zum Studium.
Ich habe ca. 30 Mitarbeiter, das ca. kommt daher, dass immer mal einer aufhört oder ein Praktikant dazukommt. Meine Mitarbeiter sind Lehrer, "Freizeitpädagogen" (das sind pädagogische ausgebildete Mitarbeiter, die in der Nachmittagsbetreuung arbeiten), Erzieher (Mitarbeiter, die auf dem Gymnasium eine pädagogische Richtung) und Spezialpädagogen.
Ich habe auch eine Kollegin auf der einen Grundschule und wir teilen uns die Aufgabengebiete untereinander auf. Sie hat auch noch eine andere Schule für die sie verantwortlich ist. Insgesamt haben wir ca. 485 Schüler und 65 Mitarbeiter.
Morgen beginne ich meine dreijährige Schulleiterausbildnung an der Linnéuniversität. Das ist ein Master-Studiengang, der zur Hälfte vom Staat und zur Hälfte von der Kommune bezahlt wird. Man arbeitet weiter und studiert gleichzeitig als Fernstudium mit ca 20% Zeitaufwand im Vergleich zum Vollzeitstudium. Wenn man keine Stelle als Rektor hat, kann man auch nicht diesen Studiengang studieren. Im Klartext, erst muss dich einer als Rektor einstellen, um dir dann danach das Studium zu bezahlen;-)
Ich habe hier in Schweden erst an einem Gymnasium gearbeitet. Nebenbei habe ich als Fernstudium noch Deutsch als Fremdsprache studiert und auch mein Lehrerexamen im Berufsschulbereich gemacht. Bin ursprünglich Friseur mit deutschem Gesellenbrief. Den schwedischen Meister habe ich auch gemacht, weil das eine Vorraussetzung fürs Studium war. Erst bin ich dann Konrektor geworden, und nach einem halben Jahr bin ich dann zur Grundschule gewechselt.
So weit zu mir! Werde demnächst über meine pädagogischen Ideen schreiben, das hier ist aber zum Verständnis wichtig.
Vi ses!
Samstag, 1. März 2014
Was passiert in Deutschland in Sachen Schulentwicklung und Pädagogik?
Ich wohne seit 12 Jahren in Schweden, arbeite seit fast 2 Jahren als Schulleiter und frage mich was eigentlich so in Deutschland in Sachen Schule passiert? Hier in Schweden sind super viele Diskussionen in den sozialen Medien zu sehen, wie z.B. Twitter und Facebook. Viele Lehrer, Schulentwickler und Schuleiter schreiben über ihren Alltag, über ihre Ideen und vor allem über ihre Einstellungen zur Schule. Man diskutiert fleissig was bedeutend für eine Schule ist, wie man die Resultate der Schüler ständig verbessert und was die aktuelle Forschung dazu sagt.
Da mein beruflicher Werdegang durch Schweden geprägt wurde, kenne ich nicht alle Begriffe, die man eigentlich für bestimmte Sachen in Deutschland verwendet. Damit meine ich vor allem die Fachsprache/Terminologie die Schulleiter* oder Lehrer* benutzen. Aber ich denke nicht, dass das ein Problem ist, denn eigentlich reden wir über die gleichen Sachen und wenn nicht, können wir was lernen. Darum geht's ja auch eigentlich auch, dass man/ich/wir etwas voneinander lernen. Kollegiales Lernen, nennt der Schwede das. Sharing is caring. Man berichtet über gute Beispiele, man teilt seine Erfahrungen (auch die, die nicht so gut waren) und dadurch entsteht eine Gemeinschaft, die voneinander lernt und lehrt. Fantastisch, finde ich.
Werde noch mal das Internet durchsuchen, ich finde nämlich im Prinzip keine öffentlichen Diskussionen über Schule, geschweige denn das ich Schulleiter finde, die über ihren Alltag schreiben. Bis jetzt habe ich nur ein paar Schulen gefunden, die eine Homepage haben und darauf präsentiert sich dann der Rektor/Schulleiter.
Wo befindet sich ein deutscher Schulleiter mit seiner Schule? Welche Fragen sind wichtig für sie/ihn? Wie organisiert er/sie Schule, damit die Schüler bessere Ergebnisse erzielen und mehr lernen? Woher weiss man, dass die Schüler mehr gelernt haben? Wer leitet die pädagogischen Diskussionen in Deutschlands Schulen? Welche Forschung liest ein deutscher Schulleiter? Was will eine deutscher Schulleiter verändern? Besucht ein deutscher Schulleiter seine Lehrer im Unterricht? Welche Möglichkeiten gibt es für einen deutschen Schulleiter in Technik zu investieren und will er/sie das eigentlich?
*meine hier alle weiblichen und männlichen Schulleiter und Lehrer, der Schwede macht da nicht so viel Unterschied, es gibt eine Berufsbezeichnung und das ist "Rektor", funktionier für mich und die männliche Belegschaft:-), das gleiche gilt für Lehrer.
Kann auch passieren, dass ich relativ ungezwungen schreibe und mich nicht so formell ausdrücke. Hier geht es um meine Ansichten, meine Meinung, meine Reflexionen und das muss ich in der Sprache machen, die sich für mich natürlich anfühlt.
Da mein beruflicher Werdegang durch Schweden geprägt wurde, kenne ich nicht alle Begriffe, die man eigentlich für bestimmte Sachen in Deutschland verwendet. Damit meine ich vor allem die Fachsprache/Terminologie die Schulleiter* oder Lehrer* benutzen. Aber ich denke nicht, dass das ein Problem ist, denn eigentlich reden wir über die gleichen Sachen und wenn nicht, können wir was lernen. Darum geht's ja auch eigentlich auch, dass man/ich/wir etwas voneinander lernen. Kollegiales Lernen, nennt der Schwede das. Sharing is caring. Man berichtet über gute Beispiele, man teilt seine Erfahrungen (auch die, die nicht so gut waren) und dadurch entsteht eine Gemeinschaft, die voneinander lernt und lehrt. Fantastisch, finde ich.
Werde noch mal das Internet durchsuchen, ich finde nämlich im Prinzip keine öffentlichen Diskussionen über Schule, geschweige denn das ich Schulleiter finde, die über ihren Alltag schreiben. Bis jetzt habe ich nur ein paar Schulen gefunden, die eine Homepage haben und darauf präsentiert sich dann der Rektor/Schulleiter.
Wo befindet sich ein deutscher Schulleiter mit seiner Schule? Welche Fragen sind wichtig für sie/ihn? Wie organisiert er/sie Schule, damit die Schüler bessere Ergebnisse erzielen und mehr lernen? Woher weiss man, dass die Schüler mehr gelernt haben? Wer leitet die pädagogischen Diskussionen in Deutschlands Schulen? Welche Forschung liest ein deutscher Schulleiter? Was will eine deutscher Schulleiter verändern? Besucht ein deutscher Schulleiter seine Lehrer im Unterricht? Welche Möglichkeiten gibt es für einen deutschen Schulleiter in Technik zu investieren und will er/sie das eigentlich?
*meine hier alle weiblichen und männlichen Schulleiter und Lehrer, der Schwede macht da nicht so viel Unterschied, es gibt eine Berufsbezeichnung und das ist "Rektor", funktionier für mich und die männliche Belegschaft:-), das gleiche gilt für Lehrer.
Kann auch passieren, dass ich relativ ungezwungen schreibe und mich nicht so formell ausdrücke. Hier geht es um meine Ansichten, meine Meinung, meine Reflexionen und das muss ich in der Sprache machen, die sich für mich natürlich anfühlt.
Hälsningar Yvonne
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