Vor zwei Jahren bestimmten unsere Politiker, die für unsere Kommune verantwortlich sind, dass sie extra Geld im Budget für IKT-Mittel ansetzen wollen. Die Mittel werden über drei Jahre verteilt, fallend vom ersten zum dritten Jahr. das hört sich ja erstmal seht positiv an, aber man machte auch eine Anpassung der Lehrmittel im allgemeinen, also mit anderen Worten kürzte man das Budget für Lehrbücher & Co. Hier mag ich eigentlich den Gedanken, dass man einen Vorteil mit digitalen Lehrbüchern sieht oder der Meinung ist, dass klassische Lehrmittel dadurch reduziert werden können. Auf der anderen Seite, ist es schwierig die Erhöhung des Budgets zu sehen, wenn man auf der einen Seite gibt und auf der anderen es nimmt;-). Egal, wichtig war das endlich Geld kam, dass nur für IKT-Mittel vorgesehen war.
Zu dem Ganzen gab es noch eine Anweisung, dass jeder Pädagoge ein(en) Notebook/Laptop haben sollte und dass die Schulen für die Accesspunkte verantwortlich sind, falls mehr benötigt würden. Es wurde auch betont, dass man an die Schüler denken sollte, die die technischen Werkzeuge zur Kompensation benutzen (Lese- und Schreibschwäche z. B.). Außerdem gab man jeder Schule die Freiheit ob man 1:1 haben möchte indem man das Geld spart, oder andere Mittel dazunimmt.
Es wurden auch einige Spezialaufträge vergeben: ca. 10 Lehrer bekamen 10% in ihrem Dienst freigestellt um an ihren eigenen oder andern Schulen der Kommune die IKT Arbeit voranzubringen. Wir nennen sie IKT-Inspirierer und jeder hat sozusagen "sein Ding". Die Schulen können diese Lehrer buchen und als Weiterbildung benutzen, einzeln, in der Gruppe oder für die gesamte Schule.
Es gibt auch 3 Vollzeit IKT-Pädagogen in der Kommune. Diese kann man auch für Fragen, Weiterbildung oder andere technische Sachen benutzen.
Die Kommune benutzt verschiedene Plattformen und es gibt auch einen kommunalen IT-Service. Dort kann man alle Produkte bestellen, die einen Schule (oder andere Verwaltungen) haben möchte. Manche Einheiten haben einen besseren Preis, da es bestimmte Sammelverträge gibt. Eigentlich sehr positiv, der Nachteil ist nur, das man dadurch nicht auf dem freien Markt bestellen kann, auch wenn es dort manchmal billiger sein kann. Ein anderer Nachteil ist die Vermietung von PC/Mac. Computer können generell nur gemietet werden; ein dreijähriger Vertrag mit festen Kosten, allerdings hat man den Service kostenlos dabei. Ein tragbares Gerät kostet ca 430 Euro im Jahr und nach drei Jahren bekommt man ein neues Gerät. Die meisten Programme gibt es gratis dazu.
Geräte wie iPad oder Chromebook werden direkt bezahlt und nicht ausgetauscht. Sie gehören der Schule und weitere Kosten für die Apps trägt die Schule.
Hier muss man also bedenken, dass die Schule mit jedem Mietgerät was angeschafft wird, kosten auf sich nimmt. Und nach drei Jahren sind die Extramittel futsch, aber die Mieten für die Computer bleiben...deshalb war es keine leichte Entscheidung, wie und wann man was einkauft.
Als ich diesen Eintrag anfing zu schreiben, wollte ich nur kurz das oben Genannte beleuchten, aber es ist doch eine ganze Menge geworden. Ich werde einen eigenen Eintrag über die pädagogische Arbeit mit den Chromebooks machen, ist übersichtlicher.
God natt!
PS. Wie werden solche organisatorischen Fragen in Deutschland gelöst? Was können wir voneinander lernen?
PS. Wie werden solche organisatorischen Fragen in Deutschland gelöst? Was können wir voneinander lernen?