Donnerstag, 24. April 2014

Chromebooks & Co.

Ich habe bereits erzählt welche schulischen Einheiten ich habe und wie diese ungefähr organisiert sind. Aber wie sieht es mit dem Zugang zur Technik aus?

Vor zwei Jahren bestimmten unsere Politiker, die für unsere Kommune verantwortlich sind, dass sie extra Geld im Budget für IKT-Mittel ansetzen wollen. Die Mittel werden über drei Jahre verteilt, fallend vom ersten zum dritten Jahr. das hört sich ja erstmal seht positiv an, aber man machte auch eine Anpassung der Lehrmittel im allgemeinen, also mit anderen Worten kürzte man das Budget für Lehrbücher & Co. Hier mag ich eigentlich den Gedanken, dass man einen Vorteil mit digitalen Lehrbüchern sieht oder der Meinung ist, dass klassische Lehrmittel dadurch reduziert werden können. Auf der anderen Seite, ist es schwierig die Erhöhung des Budgets zu sehen, wenn man auf der einen Seite gibt und auf der anderen es nimmt;-). Egal, wichtig war das endlich Geld kam, dass nur für IKT-Mittel vorgesehen war. 

Zu dem Ganzen gab es noch eine Anweisung, dass jeder Pädagoge ein(en) Notebook/Laptop haben sollte und dass die Schulen für die Accesspunkte verantwortlich sind, falls mehr benötigt würden. Es wurde auch betont, dass man an die Schüler denken sollte, die die technischen Werkzeuge zur Kompensation benutzen (Lese- und Schreibschwäche z. B.). Außerdem gab man jeder Schule die Freiheit ob man 1:1 haben möchte indem man das Geld spart, oder andere Mittel dazunimmt. 
Es wurden auch einige Spezialaufträge vergeben: ca. 10 Lehrer bekamen 10% in ihrem Dienst freigestellt um an ihren eigenen oder andern Schulen der Kommune die IKT Arbeit voranzubringen. Wir nennen sie IKT-Inspirierer und jeder hat sozusagen "sein Ding". Die Schulen können diese Lehrer buchen und als Weiterbildung benutzen, einzeln, in der Gruppe oder für die gesamte Schule. 
Es gibt auch 3 Vollzeit IKT-Pädagogen in der Kommune. Diese kann man auch für Fragen, Weiterbildung oder andere technische Sachen benutzen. 
Die Kommune benutzt verschiedene Plattformen und es gibt auch einen kommunalen IT-Service. Dort kann man alle Produkte bestellen, die einen Schule (oder andere Verwaltungen) haben möchte. Manche Einheiten haben einen besseren Preis, da es bestimmte Sammelverträge gibt. Eigentlich sehr positiv, der Nachteil ist nur, das man dadurch nicht auf dem freien Markt bestellen kann, auch wenn es dort manchmal billiger sein kann. Ein anderer Nachteil ist die Vermietung von PC/Mac. Computer können generell nur gemietet werden; ein dreijähriger Vertrag mit festen Kosten, allerdings hat man den Service kostenlos dabei. Ein tragbares Gerät kostet ca 430 Euro im Jahr und nach drei Jahren bekommt man ein neues Gerät. Die meisten Programme gibt es gratis dazu. 
Geräte wie iPad oder Chromebook werden direkt bezahlt und nicht ausgetauscht. Sie gehören der Schule und weitere Kosten für die Apps trägt die Schule. 

Hier muss man also bedenken, dass die Schule mit jedem Mietgerät was angeschafft wird, kosten auf sich nimmt. Und nach drei Jahren sind die Extramittel futsch, aber die Mieten für die Computer bleiben...deshalb war es keine leichte Entscheidung, wie und wann man was einkauft. 

Als ich diesen Eintrag anfing zu schreiben, wollte ich nur kurz das oben Genannte beleuchten, aber es ist doch eine ganze Menge geworden. Ich werde einen eigenen Eintrag über die pädagogische Arbeit mit den Chromebooks machen, ist übersichtlicher. 

God natt!

PS. Wie werden solche organisatorischen Fragen in Deutschland gelöst? Was können wir voneinander lernen?


Mittwoch, 9. April 2014

Gefunden!

Endlich habe ich die richtigen interessierten deutschen Lehrer gefunden, die über Schule, Technik und Pädagogik diskutieren. Twitter sei Dank!
Letzte Woche habe ich noch mal einen Versuch gestartet und den Suchbegriff "Schulfragen" bei Twitter eingegeben und "Bang" da waren sie und was noch besser war, da gibt es sogar einen pädagogischen Chat. Jeden Dienstag zwischen 20-21 Uhr wird  unter dem Hashtag #EDchatDE über Schule in Veränderung geredet. Gestern habe mich nur im Hintergrund aufgehalten und gelauscht...
Ich habe jetzt auch ein paar Deutsche bei Twitter, die fleissig twittern und dadurch bekomme ich auch so langsam mit, welche Begriffe und Ausdrücke man in Deutschland für die neueste Technik, moderne Methoden und Didaktiken verwendet.
Zum Beispiel macht man sich Gedanken über das WLAN in den Schulen. Komisch?! Hier in Schweden haben wir meistens genügend Access-Punkte, durch die WLAN in der ganzen Schule verteilt wird. Die Kosten dafür muss jede Schule selber tragen (ca. 1200 Euro pro Punkt), allerdings kann man aber auch entscheiden wie und in welche Richtung sich die Schule entwickeln soll. Hoffentlich nur nach Vorne!
Ein anderer Punkt der diskutiert wurde, war Handyverbot in den Schulen?! Das kommt hier in Schweden auch oft vor. Ich muss sagen, dass ich da recht liberal bin. Für mich ist ein Handy nicht nur ein Telefon. Mein Handy ist auch mein Zugang zur Welt, mein Kalender, meine Zeitung, mein Briefkasten und, und, und so vieles mehr. Eine Lösung für die Schulen wäre es, wenn man die Technik für sich selber im Unterricht einsetzt. Zum Beispiel kann man leicht Umfragen machen oder schneller Vokabeln übersetzten usw. Ich weiss, jetzt werden einige rufen: NEIN, das geht doch nicht. Die Schüler müssen lernen in einem Wörterbuch alles nachzuschlagen! Ja, das auch. Aber sie müssen auch ihre Technik benutzen können, um damit schneller und effektiver arbeiten zu können. Wir können die Technik nicht aufhalten, wir können aber mitmachen und das macht richtig Spass;-))).
Ich werde mal demnächst mehr darüber schreiben, welche Werkzeuge (iPads, Chrome books, Laptops) wir in der Schule haben und wie wir diese einsetzen bzw. wie ich möchte, dass diese eingesetzt werden.
Hejdå och god natt!