Dienstag, 13. Mai 2014

Chromebooks - ich will mehr!

Wenn man eine Veränderung herbeiführen will, kann man das auf verschiedene Weise tun. Als ich meine Chromebooks bestellte, habe ich diese Variante gewählt:

1. Zugang zur Technik
2. Kurze Fortbildung
3. Warten was passiert...

Eine andere Variante wäre gewesen:

1. Gemeinsam mit den LehrerInnen eine Policy verfassen
2. Ausführliche Fortbildung
3. Zugang zur Technik
4. Warten was passiert...
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Ich kann nicht sagen was richtig ist, aber ich kann darüber reflektieren, was der nächste Schritt für mich ist. Meine LehrerInnen haben sich relativ gut mit den Chromebooks angefreundet. Sie wissen wie man alle Accounts der SchülerInnen hantiert, sie kennen sich mit den Google Apps for Education aus und sie können relativ problemfrei die von Google eigenen "Office-Produkte" benutzen (Dokument, Präsentation und Kalkulation).

4 Monate nach der Einführung der Chromebooks habe ich eine kleine Inventur gemacht und bat die LehrerInenn zu berichten WIE sie die Technik einsetzen und WELCHE Unterschiede sie bemerkt haben. Hier folgen eine paar Resultate:

  • Bei mündlichen Präsentationen benutzen die Schüler Google Präsentation. Es werden gerne viele Bilder benutzt und die Schüler sprechen freier und länger als zuvor.
  • Bei den schriftlichen Arbeiten wird mehr "produziert" und mit besserer Qualität. 
  • Die Schüler teilen ihre Arbeiten via Google Drive mit ihren LehrerInnen, sie erhalten Feedback und verbessern ihre Arbeiten/Aufgaben ständig. Dadurch haben die "Endprodukte" eine höhere Qualität.
  • Alle empfinden, dass die SchülerInnen Spass an der Technik haben. Sie sind mehr motiviert und sie arbeiten intensiv und konzentriert mit ihren Aufgaben.
  • Nebeneffekt: viele SchülerInnen üben und arbeiten zu hause weiter mit den Apps, die sie durch die Schule kennengelernt haben. 
  • Zwei Lehrerinnen haben jeweils einen Bücherblog gestartet. Dort berichten die Schüler für einander über Bücher, die sie gelesen haben und wie sie diese fanden usw. 
  • Zeitersparniss für die LehrerInnen durch das direkte Kommentieren von Arbeiten
  • Gemeinsames Erstellen von Texten (Gruppenarbeiten) und die LehrerInnen können sehen, wer was geschrieben hat.
Ich bin im Moment mit den Ergebnissen zufrieden, da ich wie oben bereits beschrieben, eine Variante der Einführung gewählt habe. Aber ich will mehr! 

Als nächstes müssen wir mit den Aufgabenstellungen arbeiten. Denke hier an Dr. Ruben Puenteduras SAMR-Modell (hier) und wie wir daraus unsere Benutzung der Technik weiter entwickeln können. Wir müssen aufhören Papier und Stifte einfach nur mit Technik zu ersetzten. Wir müssen Aufgaben entwickeln, die ohne Technik nicht möglich gewesen wären. Wir müssen weiter nach vorne denken und Aufgaben erstellen, die die Teamarbeit fördern, das Lernen und das Lehren anregen und vor allem Spass machen. 

Parallel dazu ist es hilfreich, wenn wir uns zusammensetzen und eine Policy ausarbeiten. Wir müssen für uns definieren, WIE, WARUM und WOFÜR wir unsere technischen Werkzeuge einsetzen und vor allem WARUM und WIE diese zu einem erfolgreicherem Lernen und Lehren beitragen können. 

Hätte ich diesen Schritt zuerst gewählt, wäre diese Ausarbeitung vielleicht nur ein Papierprodukt geworden. Meine Hoffnung ist jetzt, dass die LehrerInnen bei der Ausarbeitung auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen können und dadurch auch weiter in die Zukunft schauen können. Dadurch erhalten wir eine lebende Entwicklung, die sich dort befindet wo sich SchülerInnen und LehrerInnen befinden. 

Klart för i dag!


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